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Dienstag, 8. November 2016 - 18:43 Uhr
Buergermeister nimmt Stellung zur Kreis- und Schulumlage: Fast jeder 3. Euro der Gemeinde bekommt der Landkreis - zuviel!

Die Aelteren von Ihnen koennen sich erinnern. Die Gebietsreform 1974 wurde vor allem damit begruendet, dass die Verwaltungskraft in den damals noch selbststaendigen Doerfern nicht ausreiche den Anspruechen an eine Verwaltung mit notwendigem Fachwissen zu entsprechen. Das war u. a. die Geburtsstunde der Grossgemeinde Ebsdorfergrund mit 13 Doerfern und 11 Ortsteilen. In der Folge wurde eine moderne Verwaltung aufgebaut. Wer nun aber dachte die Landkreise nehmen sich nun zugunsten der erstarkten Kommunen zurueck, sieht sich getaeuscht.
Beim Landkreis Marburg-Biedenkopf waren noch nie so viele Menschen beschaeftigt wie heute und er hat den kreisangehoerigen Kommunen und ihren Buergern noch nie so viel gekostet wie heute. Laengst beschraenkte sich der Landkreis nicht mehr auf seine Ausgleichs- und Ersatzfunktion. Neue Doppelstrukturen werden geschaffen. Ich kritisiere das nicht erst seit Landraetin Fruendt die Kreisgeschicke leitet. Nachstehende Tabelle zeigt wie sehr die Belastung allein in den letzten 10 Jahren angestiegen ist. Rund 2,5 Millionen zahlen wir in 2017 mehr als noch 2006. Da spielt die prozentuale Hoehe der Kreis- und Schulumlage keine grosse Rolle. In absoluten Zahlen steigt sie permanent.
Der Kreis muss endlich damit aufhoeren immer neue Aufgaben zu entdecken, die die Kommunen oft ungefragt teuer bezahlen muessen. Ein Drittel des Gesamtvolumens des Ergebnishaushaltes der Gemeinde muss an den Kreis abgefuehrt werden. Im Gegenteil: Ueber 40 Jahre nach der Gebietsreform brauchen wir weniger Kreis. Der Ebsdorfergrund kann vieles selbst. Die Muetter und Vaeter der Gebietsreform wuerden sich ueber unsere Gemeinde freuen, ueber die viel zu teuren Landkreise nicht.

Mit freundlichen Gruessen
Andreas Schulz, Buergermeister

Donnerstag, 3. November 2016 - 17:26 Uhr
Zum Thema: Zinsentlassung in der Gemeinde Ebsdorfergrund berichtet Buergermeister Andreas Schulz

Sehr geehrte Mitbuergerinnen und Mitbuerger,
die Schuldenuhr tickt unermuedlich. Bund und Land haben eine enorme Zinslast zu tragen. Und statt weniger Schulden werden es immer mehr. Nicht im Ebsdorfergrund!
Wir haben unsere Schuldenlast kontinuierlich abgebaut und dadurch Spielraeume fuer freiwillige soziale Leistungen wie das GrundBad, das Kindersparbuch, die kostenfreie Nutzung der Buergerhaeuser fuer Vereine, den neuen GrundTreff und vielerlei Dinge mehr gewonnen. Auch duerften wir sonst nicht auf das Erheben von Strassenbeitraegen verzichten. Die Grundsteuern A + B waeren nicht so niedrig.
Die nachstehende Tabelle zeigt, dass die Gemeinde durch ihre erfolgreiche Haushaltskonsolidierung 2017 380.000 Euro Finanzspielraum zurueckgewonnen hat. Um diesen Betrag zahlt die Gemeinde 2017 weniger Schuldzinsen als 1993 als das Geld damals "noch mehr wert war".
Wir alle profitieren von dieser Politik. Mir ist es ein Raetsel warum das woanders nicht moeglich ist. Denn die Schulden von heute zahlen nachwachsende Generationen und schmaelern deren Gestaltungsspielraeume trotz groesser werdenden Herausforderungen.

Danke fuer Ihre Unterstuetzung auch in schwierigeren Zeiten als heute.

Mit freundlichen Gruessen
Andreas Schulz, Buergermeister

Donnerstag, 27. Oktober 2016 - 18:13 Uhr
Vorstellung: Investitionspaket von 16,3 Millionen Euro (2017-2019)

Liebe Mitbuergerinnen und Mitbuerger,
in den naechsten drei Jahren stehen grosse Investionen in der Gemeinde an.
Mit 16,3 Millionen Euro will die Gemeinde ihre Infrastruktur massgeblich verbessern. Die wichtigsten Vorhaben moechte ich Ihnen kurz im nachstehenden Ueberblick vorstellen.

Die Vorfinanzierung der Ortsumgehung fuer Heskem schlaegt mit 4,5 Millionen Euro am hoechsten zu Buche.
Gefolgt von 1,5 Millionen Euro fuer die Erweiterung des Feuer-wehrgeraetehauses in Dreihausen.
Fuer die energetische Sanierung des GrundBades wollen wir 1,1 Millionen Euro ausgeben.
Die Gewerbegebietserschliessung zwischen Heskem und Wittels-
berg inklusive Ankauf von Grundstuecken zusammen mit der Stadt Marburg wird uns mindestens 1,5 Millionen Euro kosten.
Die Kindertagesstaette "Sonnenschein" in Beltershausen-Frauen-
berg wird um eine Kindergarten- und zwei Krippengruppen bei
gleichzeitiger Umwandelung einer Kindergartengruppe in
einen Sozialraum erweitert. Dies duerfte 0,75 Millionen Euro
verschlingen.
Das Feuerwehrgraetehaus in Hachborn wird 2017 erweitert. 0,4 Millionen Euro.
Das "Musikergartenprojekt"in Ebsdorf inklusive Kauf und Neu-
anlage des Parkplatzes plus Nebenleistungen bringt es auf 0,7 Millionen Euro.
Die "Freiflaechenoase" in Rossberg kostet am Ende 0,3 Millionen Euro.
Geplante bzw. begonnene Neubaugebiete in Ebsdorf, Heskem-
Moelln, Dreihausen und Rauischholzhausen bringen es auf zu-
sammen 3,0 Millionen Euro.
Fuer das Flurbereinigungsverfahren Wittelsberg-Rauischholz-
hausen und weitere Verbesserungen von Feld- und Wirtschafts-
wegen in der Grossgemeinde sind 0,45 Millionen Euro
kalkuliert.
Investionen in die nachhaltige Strassen- und Gehwegsanierung 1,0 Millionen Euro.
Investionen in Kinderspielplaetze und Jugendclubs 0,05 Millionen Euro.
Dorferneuerung Wittelsberg 0,10 Millionen Euro. Weitere Investionen stehen in die Ver- und Entsorgungsanlagen, den Fuhrpark des Servicehofes und die Ersatzbeschaffung von Feuerwehrautos, die Modernisierung der EDV und den Breitbandausbau an. 0,95 Millionen Euro
Zusammen: 16,3 Millionen Euro
(Nicht alle Projekte koennen zum gegenwaertigen Zeitpunkt punktgenau gerechnet sein - die Zahlen dienen als Orientierung).
Finanziert werden sollen die Vorhaben mittels Foerdergeldern, liquiden Mitteln der Gemeinde und durch private Geldgeber.
Zusammen: 16,3 Millionen Euro
Wichtig ist mir bei all den Investionen dreierlei:
1. Ich will sie ohne neue Schulden finanzieren.
2. Ich will die noch bestehenden Darlehen (Ende 2016 = rund 2,0 Millionen Euro) bis zum Ende meiner Buergermeistertaetigkeit alle getilgt haben. Tilgungszuschuesse Dritter machen eine vorzeitige Tilgung wirtschaftlich nicht sinnvoll.
3. Kein Projekt soll teurer abgerechnet werden als geplant. Das ist in ueber 20 Jahren meiner Amtszeit bisher immer gelungen!
Darueber hinaus stehen die Planung und der Bau eines neuen Busbahnhofes fuer Heskem/Gesamtschule Ebsdorfergrund und die Erweiterung der Gemeindeverwaltung auf der Tagesordnung in dieser Amtsperiode. Auch muss ein neues Nutzungskonzept fuer die Mehrzweckhalle Leidenhofen gefunden werden, welches allerdings nur mit Foerdermitteln umgesetzt werden kann.
Wie Sie sehen, die Gemeinde und ich haben uns viel vorgenommen.
Ich werde Sie weiter auf dem Laufenden halten.

Mit freundlichen Gruessen
Andreas Schulz, Buergermeister

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