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Donnerstag, 17. August 2017 - 18:25 Uhr
Windkraft im Grund

Liebe Mitbuergerinnen und Mitbuerger,
Mit dem Ausstieg aus der Atomkraft ist die Nutzung von Sonne, Wind und Biomasse unweigerlich die Alternative.
Erst recht, wenn die Elektromobilitaet zunimmt und obendrein auch noch aus der Kohlekraft ausgestiegen werden soll.
Diese Entwicklung betrifft auch die Gemeinde Ebsdorfergrund.
Unser Regionalparlament, die Regionalversammlung beim Regierungspraesidium in Giessen, hat einen Plan zur Ausweisung von Windvorrangflaechen fuer ganz Mittelhessen beschlossen, somit auch fuer das Gebiet der Gemeinde Ebsdorfergrund.
Seit ueber einem Jahrzehnt plant die Gemeinde zwei Windkraftanlagen (WKA) oberhalb von Leidenhofen.
Diese sind fuer das Erreichen des Energieziels der Gemeinde "2020 energieautark zu sein" ein notwendiger Schritt.
Darueber hinaus sollen unabhaengig von Gemeindeinteressen viele weitere WKA errichtet werden. In Planung sind elf Anlagen im Gebiet von Hessenforst (Land Hessen) und bis zu acht auf Flaechen der Waldinteressenten Dreihausen.
Sowohl Hessenforst als auch die Waldinteressenten haben bereits Vertraege mit Projektierern geschlossen.

Den Landschaftsschaden haben wir alle

Als Buergermeister und auch persoenlich halte ich diese geplante Anzahl von WKA fuer viel zu viel.
Ich moechte nicht, dass die Gemeinde Ebsdorfergrund "verspargelt" wird. So wenig wie moeglich WKA sollen im Gemeindegebiet aufgestellt werden, und wenn dann nur solche, von denen alle etwas haben und nicht nur die Landeigentuemer. Den Landschaftsschaden haben schliesslich alle Buergerinnen und Buerger und nicht nur die, die damit viel Geld (Pachteinnahmen) verdienen.
Auch Gewerbesteuerversprechungen nutzen in diesen Faellen nicht. Sie fallen bei institutionellen Anlegern, - wenn ueberhaupt - erst nach ueber zehn Jahren an, da zuerst hoch abgeschrieben und Steuern gespart werden. Die Stadt Amoeneburg wird lange keine nennenswerte Gewerbesteuer sehen und auch die Gemeinde Fronhausen nicht.
Diejenigen, die uns die Amoeneburger Anlagen "gefuehlt" in den Ebsdorfergrund gesetzt haben, planen jetzt nicht nur weitere an unserer Gemeindegrenze, sondern auch im Staatswald rund um die Landessammelstelle bei Rossberg. Den Firmen Juwi und WPD geht es alleine um Gewinnmaximierung auf Kosten unseres Landschaftsbildes.
Sowohl Hessenforst als auch die Waldinteressenten Dreihausen sollten bei all ihren Planungen auch an die Allgemeinheit denken.
Mit meinem Beitrag moechte ich auf diesem Weg die bislang nicht oeffentlichen Bestrebungen bekannter machen. Die Gemeindevertretung habe ich bereits informiert.

Mit freundlichen Gruessen,
Ihr Buergermeister Andreas Schulz

Donnerstag, 13. Juli 2017 - 12:07 Uhr
Unser GrundWasser will den Getraenkemarkt revolutionieren.

Liebe Mitbuerger und Mitbuergerinnen,

die Ueberschrift mag zwar sehr ambitioniert klingen, nicht mehr und nicht weniger will aber unsere Aktion am Freitag, den 14. Juli 2017 (siehe nebenstehende Einladung) bewirken.

- Was die Werbung doch moeglich macht!

Statt unser gutes Leitungswasser auch zum Trinken zu benutzen, ersetzen wir es immer mehr durch Tafel- oder Mineralwasser. Warum? frage ich mich.

Unser Leitungswasser ...

- kommt aus den Tiefen der Sonnenscheingemeinde und unserer Region,

- wird staendig kontrolliert,

- ist mineralisiert,

- ist unschlagbar guenstig,

- wird frei Haus geliefert,

- belastet weder Klima noch Umwelt

- und wenn sie es zu Hause aus Glaesern trinken, verschmutzt es auch die Meere nicht im Gegensatz zu Getraenken aus Plastikflaschen (siehe auch unsere abgedruckte Pressemitteilung).

Und trotzdem:
Wir schleppen uns ab. 83 Getraenkekisten pro 1000 Liter jedes Jahr und sorgen so selbst fuer steigende Preise des Leitungswassers.

Denn die Kosten fuer die Produktion unseres Leitungswassers bleiben die gleichen, egal ob viel oder wenig getrunken wird.

Wir zahlen also doppelt. 1. Das teure Tafel oder Mineralwasser und 2. die steigenden Wassergebuehren.

Ich habe mich gefragt: Warum machen wir diesen Unsinn mit?

Ich bin auf keine andere plausible Antwort gestossen, als die, dass die Werbung unser Verbraucherverhalten massiv beeinflusst.

Als Vertreter eines kleinen Wasserversorgers moechte ich natuerlich auf die Vorzuege unseres GrundWassers aufmerksam machen und nicht nur verloren gegangene Marktanteile zurueckholen, sondern auch einen kleinen Beitrag aus der Gemeinde heraus zu bewussterem Verbraucherverhalten erreichen.

Es wird viel vom Klima- und Umweltschutz geredet und trotzdem verstopfen die Lastwagen mit Getraenkelieferungen unsere Autobahnen.

In unseren Meeren wird bald so viel Plastik schwimmen wie es Fische gibt.

Viele Menschen klagen ueber Rueckenschmerzen und schleppen trotzdem die schweren Getraenkekisten.

Mit den Abwassergebuehren kostet unser GrundWasser 5,04 Euro pro 1000 Liter. 200 bi 700 Euro geben wir aus, wenn wir die gleiche Menge im Getraenkemarkt kaufen.

Denken Sie bitte einmal darueber nach.

Mit freundlichen Gruessen
Ihr Buergermeister Andreas Schulz

Mittwoch, 16. November 2016 - 09:34 Uhr
Aktuell aus der Gemeindevertretung zum Thema Filialschliessungen der Sparkasse

Liebe Mitbuergerinnen und Mitbuerger,
nebenstehend veroeffentlichen wir den von der Grund-SPD-Fraktion am Montag in die Gemeindevertretung zur Beschlussfassung eingebrachten Resolutionstext. Diesem Antrag schlossen sich alle Fraktionen (CDU, UEBE-FWG und die Gruenen / Buendnis 90) an. Einstimmig beschloss die Gemeindevertretung die nachstehende Aufforderung. In der Diskussion wurde von mir und anderen kritisiert, dass im Landkreis waehrend der Beratung im Wirtschafts-, Haupt- und Finanzausschuss die Oeffentlichkeit (u.a. auch der eingeladene Kreisseniorenrat) ausgeschlossen wurde.
Die Sparkasse Marburg-Biedenkopf gehoert den Buergerinnen und Buergern!
Es ist instinktlos und hat nichts mit der auf Kreisebene vielzitierten Buergerbeteiligung zu tun, wenn die Vertreter der Grossen Koalition im Kreis die Bevoelkerung ausschliessen und die Entscheidungen nicht in Oeffentlichen Sitzungen erklaeren, die sie selbst im Verwaltungsrat der Sparkasse mit herbeigefuehrt haben. Im Ebsdorfergrund sind von der Schliessung die Sparkassen in Ebsdorf und Rauischholzhausen betroffen. Es mag Gruende geben fuer die Entscheidung, gerade dann erklaert man sie und duckt sich nicht weg, als ob man mit der Entscheidung nichts zu tun hat. Die Eigentuemer / Buerger haben das Recht in oeffentlichen Sitzungen direkt und umfassend informiert und nicht weggeschickt zu werden.
Mir ist unerklaerlich was man sich dabei gedacht hat. Wenn es wirklich so hoch sensible Daten und Informationen gegeben hat, haette man die der Oeffentlichkeit zugaenglichen Informationen oeffentlich und den Rest unter Ausschluss der Oeffentlichkeit beraten koennen. Die extra erschienenen Buerger unverrichteter Dinge heimzuschicken traegt nicht zur Vertrauensbildung, Kundenbindung und vor allem nicht zum Nachvollziehen der Sparkassen-Argumente bei. Das ist eine Buergerbeteiligung ohne Buerger. So geht man nicht mit den Eigentuemern der Bank um.

Mit freundlichen Gruessen

Andreas Schulz Buergermeister



Resolution zur Schliessung von Filialen der Sparkasse
Marburg-Biedenkopf in der Gemeinde Ebsdorfergrund

Wie in den vergangenen Wochen den Medien zu entnehmen war, wird die Sparkasse Marburg-Biedenkopf landkreisweit in absehbarer Zeit mehrere Filialen schliessen. Betroffen davon sind auch Filialen in Ebsdorf und Rauischholzhausen in der Gemeinde Ebsdorfergrund. Lediglich am Standort Ebsdorf soll es nach Schliessung weiterhin eine SB-Geschaeftsstelle geben. Die Verlagerung erfolgt nach Dreihausen, wo man sich erweitern und zentralisieren moechte.
Diese Massnahmen begruenden die Gremien der Sparkasse Marburg-Biedenkopf in einem geaenderten Kundenverhalten, bis hin zum Onlinebanking. Dies veranlasste darueber hinaus die Sparkasse Marburg-Biedenkopf dazu ihren Kunden mitzuteilen, dass fuer bisher kostenfreie Onlinekonten ab Januar 2017 eine monatliche Gebuehr i.H.v. 3,50 Euro erhoben wird und folgende Voraussetzungen fuer die Nutzung erfolgen muessen:
- Online-Banking mit PIN/TAN-Zugang
- elektronisches Postfach
- elektronischer Kontoauszug
Diese strategische Ausrichtung hat zur Folge, dass sich daraus fuer die Buergerinnen und Buerger der Ortsteile Ebsdorf und Rauischholzhausen und auch den angrenzenden Ortsteilen, die Serviceleistungen in den Filialen Ebsdorf und Rauischholzhausen in Anspruch nehmen, eine erhebliche Verschlechterung der Infrastruktur ergibt. Diese Schliessungen sind gerade fuer Aeltere Menschen in unserer Gemeinde ein herber Schlag und werden dem demographischen Wandel in unserer Gesellschaft nicht gerecht. Auch die Kunden, die aufgrund der Schliessungen die Moeglichkeit nutzen, auf Online-Banking umzustellen, werden mit zusaetzlichen Gebuehren belastet.
Die Gemeindevertretung ist der festen Ueberzeugung, dass die von den Gremien der Sparkassen genannten Gruende, dass sich das Kundenverhalten geaendert habe und dass die Gewinnmaximierung nicht im Vordergrund stehe, vorgeschoben sind. Die in oeffentlicher Hand befindliche Sparkasse Marburg-Biedenkopf (Gewaehrtraeger sind der Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Stadt Marburg) hat eine besondere Verantwortung fuer ihre Kunden im laendlichen Raum. Dass politische Vertreter des Landkreises und der Stadt Marburg, die im Verwaltungsrat der Sparkasse Marburg-Biedenkopf sitzen, diese 'Neustrukturierung' mittragen, ist nicht nachvollziehbar.
Daher fordert die Gemeindevertretung die Sparkasse Marburg-Biedenkopf dazu auf, im Sinne ihrer sozialen Verantwortung, eine angemessene und praktikable Loesung fuer die betroffenen Ortsteile im Ebsdorfergrund mit den dortigen Ortsbeiraeten zu erarbeiten, um den Anforderungen der Buergerinnen und Buerger im laendlichen Raum an Serviceleistungen einer regionalen und in oeffentlicher Hand befindlichen Sparkasse gerecht zu werden.


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