Startseite | Impressum | Kontakt
Map
Sie sind hier: Startseite

Mittwoch, 3. Januar 2018 - 13:25 Uhr
Jahresansprache 2018

Liebe Mitbuergerinnen und Mitbuerger,

ich bedanke mich auch an dieser Stelle ganz herzlich fuer die zahlreichen Glueckwuensche anlaesslich meines 25-jaehrigen Dienstjubilaeums. Besonders, dass ich es im Rahmen einer "Weihnachtsparty" mit fast allen Bediensteten und Mitgliedern der Gremien feiern durfte. Es war ein grosses Geschenk.

Noch schneller (weil so schoen) hat sich das Jahr 2017 damit dem Ende zugeneigt und das Jahr 2018 ist schon angebrochen.

Die Gemeinde Ebsdorfergrund geht gut aufgestellt ins neue Jahr. Viele Bauprojekte starten.

Das Miteinander, finanziell und die eigenen Visionen sind gute Voraussetzungen fuer eine gedeihende Zukunft unserer Kommune. Und doch ist unsere kleine GrundWelt nicht ohne Einfluesse von aussen, die auch Sorge bereiten koennten.

Ein Narzist (Amerika), ein Autokrat (Tuerkei) und ein Despot (Nordkorea) bestimmen das Weltgeschehen. Selten zuvor gab es eine derartige Vielfalt von Herausforderungen, die sich eigentlich nur im Miteinander und international bewaeltigen lassen. Ich denke an unser Klima, die Energiepolitik, das Fluechtlingsthema und ein gemeinsames Europa.

Unser Deutschland heute steht global gegen Gewalt, Hass und Unfrieden. Und doch gibt es auch bei uns Menschen und Themen die spalten. Der Umgang mit Fluechtlingsfragen, die Kluft zwischen Arm und Reich gehoeren dazu.

Wir muessen aufpassen, dass wir nicht beschaedigen, was uns stark und menschlich macht.

In der Gemeinde moechte ich als Buergermeister zum Ausgleich ebenso beitragen, wie mit Ideen unser Gemeinwesen weiter voranbringen.

Bevor ich mein Grusswort zum neuen Jahr schliesse, moechte ich es nicht versaeumen Danke zu sagen, denn "keine Schuld ist dringender, als die, Danke zu sagen", sagte schon Cicero. Ich tue dies gerne.

Es ist schoen zu erkennen, wie viele Menschen sich bei uns in der Kommunalpolitik, der Feuerwehr, in den Vereinen und Verbaenden, den Kirchen, im GrundTreff, den Jugendclubs und spontanen Initiativen engagieren.

Ihnen ist der Erfolg der Gemeinde ebenso zu verdanken wie unseren Mitarbeiter/innen

- in der Verwaltung
- auf dem Servicehof
- den Kitas
- dem GrundTreff und
- dem GrundBad.

Ich hoffe sehr, dass sich auch 2018 alle weiterhin in unser Gemeinwesen einbringen und wuensche uns ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr.

Vor allem Leidenhofen mit seiner 1000 Jahr-Feier wuensche ich, dass alle Vorbereitungen und Muehen mit tollen Festtagen gekroent werden.

Ich blicke hoffnungsvoll ins neue Jahr.



Ihr Andreas Schulz

(Buergermeister)

Donnerstag, 21. Dezember 2017 - 17:42 Uhr
25 JAHRE BUERGERMEISTER ANDREAS SCHULZ: EIN INTERVIEW

Andreas Schulz blickt am 19. Dezember 2017 auf 25 erfolgreiche Jahre als Buergermeister zurueck. Er hat die Gemeinde Ebsdorfergrund zu einer unverwechselbaren Marke gemacht und ihre Erfolgsgeschichte massgeblich vorangetrieben.

Anlaesslich seines Jubilaeums moechten wir einen Blick auf die Person Andreas Schulz werfen, was hat ihn gepraegt, was treibt ihn an und welche Visionen hat er fuer den Ebsdorfergrund. In einem sehr persoenlichen Interview blickt der Rathauschef auf seine Anfaenge zurueck, erzaehlt von der Gegenwart und beschreibt seine Wuensche fuer die Zukunft.

Frage 1:

Herr Schulz, vor 25 Jahren haben Sie hier im Ebsdorfergrund als Buergermeister begonnen und hatten keine leichte Anfangszeit. Seitdem hat sich vieles zum Positiven veraendert. Haetten Sie damals vor 25 Jahren gedacht, dass Sie heute noch hier sind?

Andreas Schulz:

Die SPD Fraktion wollte vor meiner 1. Wahl eine Erklaerung von mir, dass ich 20 Jahre bleibe. Ich hatte damals nur versprochen, mich einer Wiederwahl zu stellen.

Frage 2:

Sie kommen gebuertig aus Maintal, was hat Sie in den Ebsdorfergrund verschlagen? War es schon immer Ihr Traum, einmal Buergermeister zu sein?

Andreas Schulz:

Als Kind antwortete ich wohl schon auf die Frage, was ich werden wolle: Buergermeister von Doernigheim (heute Maintal - meine Geburtsstadt). Ausschlaggebend war dann eine Stellenausschreibung im Staatsanzeiger, auf die ich mich in den Ebsdorfergrund beworben hatte. Gefreut hat es mich, dass ich spaeter gefragt wurde, ob ich nicht in Maintal Buergermeister werden will. Unter 15 Bewerbern hat man sich fuer mich entschieden.

Frage 3:
Heute sind Sie aus dem Ebsdorfergrund nicht mehr wegzudenken. Wie sehen Sie das, wuerden Sie sagen, dass nicht Maintal-Doernigheim, sondern der Ebsdorfergrund ihre Heimat ist?

Andreas Schulz:

Heimat ist da, wo man geboren und aufgewachsen ist. Zuhause ist da, wo man sich wohlfuehlt. Im Grund bin ich Zuhause.

Frage 4:

Nach einer so langen Amtszeit haben Sie einiges erlebt. Es gab bestimmt Ereignisse, die fuer Sie praegend waren. Welche fallen Ihnen ein, wenn Sie an die vergangenen 25 Jahre zurueckdenken?

Andreas Schulz:

Am Anfang meiner Amtszeit war die Gemeinde noch verschuldet, die SPD hatte nach 20 Jahren die absolute Mehrheit 1993 knapp verloren, die Verwaltung musste zu einem modernen Dienstleister umgebaut werden. Viele Baustellen und das ohne Unterstuetzung auf einmal. Sogar ein Abwahlantrag der Zaehlgemeinschaft von CDU, UBE/FWG und die Gruenen/Buendnis 90 lag in der Luft. Ich habe damals dagegen gehalten, fuer meinen Kurs geworben, der auch in der SPD nicht unumstritten war. War doch mein Vorgaenger eine Art "Uebervater" in der Gemeinde und noch sehr aktiv.

Ich stellte damals sogar meinen Ruecktritt in Aussicht und warf die Frage in den Raum:

Was wollt ihr? Einen Buergermeister oder einen "Lappeduddel"? Eine klare Mehrheit entschied sich in geheimer Wahl fuer meinen Kurs der Erneuerung.

Das war die erste Weggabel.

Die zweite: Will ich Landrat werden oder Buergermeister bleiben? Meine Entscheidung kennen Sie ja.

Frage 5:
Ueber die Gemeinde gibt es viel Positives zu berichten. Sie haben massgeblich an der Erfolgsgeschichte gearbeitet. Gibt es etwas, worauf Sie besonders stolz sind? Was ist der groesste Erfolg in Ihren Augen?

Andreas Schulz:

Der Zusammenhalt, dass die 13 Doerfer und 11 Ortsteile eine starke Einheit bilden. Kaum eine Grossgemeinde hat es geschafft, sich aus eigener Kraft zu einer unverwechselbaren Marke zu machen. Unsere "Sonnenscheingemeinde" ist eine, und zwar mit ausgezeichnetem Ruf.

Frage 6:
Bei allen Erfolgen gab es sicherlich auch einige Tiefpunkte als Rathauschef. Koennen Sie uns verraten, was aus Ihrer Sicht besonders schwierig war und ob es Momente gab, an denen Sie am liebsten alles "hingeschmissen" haetten?

Andreas Schulz:

Schlimm war es, einer Mutter die Nachricht vom Tod ihres Sohnes im Auftrag der Bundeswehr zu ueberbringen.

Geaergert habe ich mich Oefters, aber von mir aus hinschmeissen wollte ich trotz der schwierigen Anfaenge nie.

Frage 7:
Eines Ihrer Lieblingszitate lautet: "Nur wer loslassen kann, hat die Haende frei."

Wie kann man das auf Ihr Leben und Ihre Arbeit beziehen? Leben Sie getreu diesem Motto?

Andreas Schulz:
Ich will mit einem anderen Spruch antworten: "Nur wer mit der Zeit geht - geht nicht mit der Zeit."

Soll heissen: Die Antworten von gestern muessen nicht die richtigen von heute sein. Auch ich muss mich immer wieder neu hinterfragen und neu erfinden. Fuer neue Aufgaben alte abgeben und darf mich nicht verzetteln.

Frage 8:

Andreas Schulz heute - Andreas Schulz vor 25 Jahren. Wie haben Sie sich als Mensch veraendert und weiterentwickelt?

Andreas Schulz:
Ich bin schwerer geworden. Lasse mich nicht mehr so leicht aus der Reserve locken. Kenne die Menschen, die Gemeinde, ihre Staerken und ihre Schwaechen besser.

Frage 9:
Sicher sehen Sie heute manche Dinge anders als noch zu Beginn Ihrer Amtszeit.

Gibt es Entscheidungen in den letzten 25 Jahren, die Sie bereut haben? Wuerden Sie heute etwas anders machen?

Andreas Schulz:

Jede Entscheidung hat ihre Zeit und Rahmenbedingungen. Ich kann nicht sagen, Entscheidungen falsch getroffen zu haben. Verletzungen sind gleichwohl vorgekommen. Diese tun mir leid.

Frage 10:

Sie haben fuer den Ebsdorfergrund schon ausserordentlich viel erreicht und koennten es jetzt eigentlich viel ruhiger angehen lassen. Stattdessen geben Sie richtig Gas und setzen zurzeit mehr Projekte in der Gemeinde um als jemals zuvor. Was treibt Sie an? Woher nehmen Sie diese Leidenschaft, mit der Sie sich fuer die Gemeinde einsetzen?

Andreas Schulz:

Mit der Kompetenz, den Moeglichkeiten und der Unterstuetzung von heute und dem Wissen nicht noch einmal 25 Jahre Buergermeister vor mir zu haben, muss ich in der Haelfte der Zeit das Doppelte erreichen. - Spass beiseite, mir macht meine Arbeit Spass. Es freut mich mit und fuer die Gemeinde, Erfolg zu haben. Das Unternehmen "Gemeinde" ist eines, als waere es meins.

Frage 11:

Sie hatten schon viele gute Ideen fuer den Grund. Welche waren die nachhaltigsten, welche die kreativste, welche eine Herzensangelegenheit?

Andreas Schulz:

Am nachhaltigsten ist die Ortsumgehung fuer Rauischholzhausen, Wittelsberg und Heskem. Meine kreativste war sicherlich die Ausgabe von GrundGeldGutscheinen im Wert von 15 Euro an alle 9000 "Grundler" als Reaktion auf den neuen kommunalen Finanzausgleich des Landes. Der GrundTreff als Einrichtung fuer die Generation 50plus liegt mir nach wie vor besonders am Herzen, ebenso die Projekte zur Staerkung der Ortslagen (Buergerzentren, Musikergarten und der Ausbau von Radwegen).

Frage 12:

Welche Visionen haben Sie fuer die Zukunft der Gemeinde? Was moechten Sie erreichen?

Andreas Schulz:
Ich moechte, dass die "Grundler" weiter stolz auf ihre Gemeinde sind und die Gemeinde weiter selbstbestimmt ihren Weg geht.

- Finanziell stark, energieautark, oekonomisch und oekologisch ambitioniert.

Konkret: Im Dreieck Wittelsberg, Heskem-Moelln und Dreihausen soll neben Ebsdorf ein neues wirtschaftliches Zentrum entstehen.

Frage 13:

25 Jahre Buergermeister der Gemeinde Ebsdorfergrund sind eine sehr lange Zeit.

Koennen Sie sich vorstellen, wie es irgendwann einmal sein wird, wenn Sie nicht mehr die Geschicke der Gemeinde als Buergermeister lenken werden?

Koennen Sie dann getreu Ihrem Motto "loslassen"?

Andreas Schulz:
Ja.

Frage 14:
Wenn Sie in einem Satz beschreiben koennten, was Sie aus den vergangenen 25 Jahren gelernt und fuer sich mitgenommen haben, was wuerden Sie Ihren Kindern und Ihrem Enkelkind mit auf den Weg geben?

Andreas Schulz:

Erfolg kommt nicht von selbst.

Vielen Dank fuer dieses Interview und herzlichen Glueckwunsch zum Jubilaeum.

Montag, 20. November 2017 - 08:48 Uhr
Visionaere Ideen fuer die Gesamtschule Ebsdorfer Grund 5-Punkte-Plan soll Schule fit fuer die Zukunft machen

Lange vor der Gebietsreform von 1972 hatten mehrere Buergermeister und der Landrat eine fuer damals visionaere Idee: Sie wollten ihre jungen Einwohner nach der vierten Klasse nicht mehr in den Volksschulen der Doerfer unterrichten, sondern in einer zentralen Gesamtschule. So wurde die Idee fuer die Gesamtschule Ebsdorfer Grund geboren, die 1960 in Heskem gegruendet wurde. "Nach fast 60 Jahren braucht es nun wieder eine neue Zukunftsidee fuer die Schule", sagt Ebsdorfergrunds Buergermeister Andreas Schulz. "Diese Zukunft wollen wir heute anstossen."

Der Gemeinde ist "ihre" Gesamtschule wichtig. Deshalb hat sie dem Landkreis als Traegerin der Schule einen Fuenf-Punkte-Plan vorgelegt. Damit soll die Schule das noetige Ruestzeug fuer weitere erfolgreiche Jahrzehnte erhalten. Folgende Ideen hat Andreas Schulz dem Schulleiter Mirko Meyerding, dem stellvertretenden Landrat Marian Zachow und dessen Fachbereichsleiter Rainer Roeder vorgestellt:

1. Der Busbahnhof unterhalb der Schule soll verlegt werden. "Er ist eine Katastrophe", bringt es der Buergermeister auf den Punkt. Der Busbahnhof ist zu klein fuer die stetig wachsende Schuelerzahl und den damit verbundenen Busverkehr. Das sei mit Problemen fuer die Sicherheit der Schueler behaftet - und mit massiver Beeintraechtigung der Anwohner. "Es freut uns, dass die Schuelerzahlen wachsen. Aber mittlerweile fahren taeglich mehr als
50 Busse durch Heskem", so Andreas Schulz. Gerade im Hinblick auf die Ortsumgehung sei es daher unsinnig, den Autoverkehr aus der Ortslage zu verbannen - die Busse aber weiter durch das Nadeloehr fahren zu lassen. "Wir schlagen deshalb die Verlegung des Busbahnhofs vor", erklaert Andreas Schulz. Der sollte oberhalb der Schule auf einem Teil des derzeitigen Sportgelaendes errichtet werden. Somit waere er auch an die neue Ortsumgehung angebunden.

2. Ein neues Sportgelaende soll auf dem jetzigen Mehrzweckplatz und Teilen der Liegewiese des GrundBads entstehen. Dort ist laut Andreas Schulz ausreichend Platz fuer neue Sportflaechen, die sich dann direkt an die Sporthallen anschliessen wuerden. Die Gemeinde sei bereit, dem Landkreis eigene Flaechen dafuer zur Verfuegung zu stellen - um gemeinsam die Schule moderner und attraktiver zu gestalten.

3. Die Schule braucht eine Mensa. Wie Buergermeister Andreas Schulz ausfuehrt, ist die derzeitige Cafeteria zu klein fuer die Schuelerzahlen. "Ausserdem entwickelt die GSE sich zu einer Ganztagsschule. Da reicht die Cafeteria schon laengst nicht mehr aus." Die Schule bemaengele dieses Problem schon seit langem. Fuer eine neue Mensa sieht der Rathauschef den perfekten Platz auf dem derzeitigen Lehrerparkplatz oberhalb der Schule - neben dem kuenftigen Busbahnhof.

4. Mehr und neue Lehrerparkplaetze wuerde Andreas Schulz auf dem Gelaende des GrundBads zur Verfuegung stellen. Eine Zufahrt bestehe bereits, hinter dem Hallenbad sei genug Platz, um mindestens 50 Parkplaetze einzurichten. "Abends und am Wochenende koennten die dann zugleich von den Besuchern unseres GrundBads genutzt werden."

5. Neue Aufenthaltsflaechen braucht die Schule nach Ansicht von Andreas Schulz dringend. Denn: In den letzten Jahren wurden viele neue Gebaeude errichtet - die wiederum fruehere Freiflaechen wegnahmen. Damit steigt die Schuelerzahl, aber der Freiraum wurde immer weniger. "Neue Aufenthaltsflaechen koennten neben dem neuen Sportgelaende auf der Wiese des GrundBads entstehen und bei Mensa und Busbahnhof auf Teilen des bisherigen Sportgelaendes", meint Andreas Schulz.

Der Landkreis hat sich laut dem Buergermeister bisher mit der Idee eingebracht, einen neuen Busbahnhof auf dem Mehrzweckplatz zu errichten - dort, wo er selbst den neuen Sportplatz sieht. "Das geht uns nicht weit genug", sagt Andreas Schulz. "Das loest ja auch nur das Busproblem. Aber alle anderen Probleme bleiben unberuehrt." Sein Fuenf-Punkte-Plan koenne Schritt fuer Schritt umgesetzt werden und wuerde die Zukunft der Schule fuer die naechsten 20 bis 30 Jahre sichern. Er sieht den Landkreis aber nun in der Pflicht, in die Heskemer Schule zu investieren. "Die GSE ist nun an der Reihe." Denn in den vergangenen Jahren habe der Kreis Millionen in andere Schulstandorte investiert, "wo Nutzen und Erfolg sich nicht so eingestellt haben, wie an der GSE". Der Landkreis hat dem Buergermeister nach der Vorstellung seines Konzeptes zugesagt, die Ideen zu ueberpruefen. "Fuer die Schule und fuer Heskem waere es ein Gewinn", ist sich Andreas Schulz sicher. "Denn das Konzept schaut ueber den Tellerrand hinaus und loest mehrere Probleme zugleich."

Ältere Beiträge

Anmelden